TATHAGATA ABHIDAMMA
Das Immersiegende Gesetz der Wahren Sieger

Die Realität des Universums

Nichts und Leere

Bevor wir zur Eröterung der Oberen Sphäre der Formlosigkeit übergehen, möchte ich kurz das Thema "Nichts und Leere" streifen. In japanischen buddhistischen Texten werden Nichts und Leere oft miteinander verwechselt, jedoch handelt es sich hierbei um zwei vollkommenen verschiedene Bereiche. Das Nichts ist der Seinzustand für denjenigen, der die Untere Sphäre der Formlosigkeit betreten hat. Dies kommt öfter vor, wenn man sich nur in den "gyo" genannten Praktiken, so zum Beispiel Pranayama, Mudra usw., angestrengt hat, ohne aber irgendwelche Verdienste zu akkumulieren. Der Bereich des Nichts ist vollkommen dunkel; nichts existiert hier. Die Leere, andereseits, ist ein Seinzustand für denjenigen, der die Obere Sphäre der Formlosigkeit betreten hat. Leere ist ein Ozean des Lichts. Der Begriff "Leere" beschreibt vollkommen diesen Bereich, in welchen nichts außer Lichts ist. Wie Ihr Euch vorstellen könnt, ist dieser Bereich unvergleichlich höher als der des Nichts.

Die Obere Sphäre der Formlosigkeit

Die Obere Sphäre der Formlosigkeit kann in vier Teile untergliedert werden: das Gebiet der Unendlichkeit des Raums, das Gebiet der Unendlichkeit der Erkennung, das Gebiet des Nichtsbesitzens und das Gebiet der Weder-Wahrnehmung-Noch-Nichtwahrnehmung. Das sind die Welten oder Gebiet der Realität des Geistes in richtiger Reihenfolge.

Das Gebiet der Unendlichkeit des Raums

Das Gebiet der Unendlichkeit des Raums ist ein Gebiet, wo sich der Geist unendlich ausbreitet. Wie Luft kann sich der Geist frei ausbreiten oder zusammenziehen. Die Wesen, die diesen Zustand erlebt haben, breiten ihren Raum allmählich, entsprechend ihrem Karma, aus und befinden sich ständig in diesem Raum. Anders gesagt, er ist ein Entwicklungsstadium auf den Wege zur Vervollkommung der Vier Unermeßlichkeiten. Folgendes Beispiel. Wenn verschiedene Leute die Heilige Barmherzigkeit praktizieren, so ist der Entwicklungsstand in jedem Praktizierenden unterschiedlich, was in diesem Raum widergespiegelt wird, im Raum des Geistes. Je größer die Erfahrung beim Praktizieren der Heiligen Barmherzigkeit ist, desto größer ist der Raum des Geistes, der durch den Praktizierenden eingenommen wird. Das ist die Vorstellung vom Gebiet der Unendlichkeit des Raums.

Das Gebiet der Unendlichkeit der Erkennung

Das nächste Gebiet heißt Gebiet der Unendlichkeit des Erkennung. Geleitet durch die Kraft der Erfahrung empfindet der Geist Böswillichkeit einem Objekt gegenüber, oder haftet einem Objekt an, oder er ist in einem Wahn befangen wegen eines Objektes. Aber mit Hilfe des Praktizierens der Vier Unermeßlichkeiten werden diese drei Gifte: Böswilligkeit, Anhaft und Verblendung (Ignoranz) beständig verringert und die Kraft der Erkennung geschwächt. Endlich hört man auf, Empfindungen zu haben: Schmerzen sind nicht länger schmerzvoll und Traurigkeit ist nicht mehr traurig. Die Unendlichkeit der Erkennung ist Endstadium dieser Beschwerden. Die Wesen, die dieses Gebiet erreicht haben, sind vollkommen Vergnügen wie Schmerzen losgeworden.

Das Gebiet des Nichtbesitzens

Das Gebiet wird das Gebiet des Nichtbesitzens genannt. Wir werden mitten in diese Welt der Seelenwanderung aufgrund unserer Habgierigkeit geboren und wiedergeboren. Haben wir erst den Zustand des Nichtbesitzens erreicht, sind wir aller Ketten der Habgierigkeit entledigt. Hier existieren die äußeren Ketten mit Sicherheit nicht mehr, aber aufgrund unserer früheren Erfahrungen ist das Wirken unseres Körpers, unseres Geistes noch nicht vollständig beseitigt. Wir betreten das Gebiet des Nichtbesitzens nur, wenn wir uns im Samadhi befinden.

Das Gebiet der Weder-Wahrnehmung-Noch-Nichtwahrnehmung

Das vierte Gebiet der Weder-Wahrnehmung-Noch-Nichtwahrnehmung ist das Gebiet, in dem man nichts wahrnimmt, was es auch immer sei. Daher die Bezeichnung "Weder-Wahrnehmung-Noch-Nichtwahrnehmung". Habt Ihr dieses Gebiet erreicht, macht es keinen Unterschied mehr, wo Ihr seid.

Das Erlöschen von Wahrnehmung und Erfahrung

Hat man die vier Stufen der Oberen Sphäre der Formlosigkeit durchschritten, dann ist man bereit, die endgültige Erlösung zu erlangen, jenes Stadium, das "das Erlöschen von Wahrnehmung und Erfahrung" genannt wird. Danach kann man das Maha Nirvana betreten, die Große Sphäre der Vollkommenen Aufhebung der Leiden.

Das Nirvana

Ihr mögt Euch wundern: "Worin besteht denn der Unterschied zwischen Nirvana und Maha Nirvana?" Hier folgt die Erklärung. Die Natur der Wahrnehmung ist in jedem Individuum unterschiedlich. Ist die eigene Welt klein, so ist, versteht sich, die eigene Wahrnehmung gering. Sind die eigenen Kontakte begrenzt, so ist natürlich die Wahrnehmung begrenzt. Nichtsdestoweniger, wenn man die eigene Wahrnehmung und Erfahrung ausgelöscht hat, erreicht man unmittelbar den Zustand des Großen Friedens. Das ist das Nirvana.

Das Maha Nirvana

Ebenso befindet sich hier ein großes Wesen, dessen Wahrnehmung das ganze Universum umfaßt, dessen Erfahrungen das ganze Universum umfaßt. Hat dieses Wesen all seine Wahrnehmung und Erfahrungen ausgelöscht, so soll dies das große Erlöschen der Wahrnehmung und das große Erlöschen der Erfahrung genannt werden. Das ist das Maha Nirvana oder die Große Sphäre der Vollkommenen Aufhebung der Leiden.

Das Maha Bodhi Nirvana

Hier gibt es ein noch größeres Wesen, dessen eigentliche Existenz im Praktizieren zur Erlangung der vollkommenen wahren Weisheit besteht. Jede Einzelnerfahrung und jede Einzelnwahrnehmung dieses Wesens ist die Wahrnehmung zur Erlangung der vollkommenen Weisheit. Dieses Wesen betritt schließlich das Maha Bodhi Nirvana oder die Sphäre der großen Erlangung von Weisheit und der Vollkommenen Aufhebung der Leiden. Auf diese Weise habe ich den Unterschied zwischen den drei Nirvana, dem Nirvana, dem Maha Nirvana und dem Maha Bodhi Nirvana dargelegt.

Die Lebensdauer in den drei Sphären

Ich habe kurz jede Sphäre in der Sphäre der Begierde, der Sphäre der Oberen Sphäre der Form und der Oberen Sphäre der Formlosigkeit beschrieben. Betrachten wir nun die Lebensdauer in diesen Sphäre näher.
Die Lebensdauer im Himmel des verdorbenen Bewußtseins wurde bereits im zweiten Abschnitt erwähnt, so daß ich also mit der von den Himmeln der Begierde beginne.

Die Lebensdauer in den Himmeln der Begierde

Die Lebensdauer im Ersten Himmel, dem der Vier Großen Könige, beträgt 9 Millionen Jahre. Die des Zweiten Himmels, dem der Dreiunddreißig, 36 Millionen Jahre; die des Dritten Himmels, dem der die Seelenwanderung kontrollierenden Zwillingsgötter, 144 Millionen Jahre. Im Vierten Himmel, dem Nicht-Gleichgültigen Himmel, leben die Götter 576 Millionen Jahre; im Fünften Himmel, dem, in dem Götter Freude an geheimnisvollen Schöpfungen haben, 2.304.000.000 Jahre und im Sechsten Himmel, dem, in dem Götter geheimnisvolle Kräfte andere zufriedenstellen, leben die Götter 9.216.000.000 Jahre.
Hier könnt Ihr sehen, daß die Lebensdauer im Sechsten Himmels der Erde sehr ähnlich ist. Sie beträgt etwa die Hälfte oder ein Viertel der Lebensdauer der Erde. Wenn es wahr ist, daß die Zeitspanne, die zwischen der Erschaffung des Universums und seiner Auflösung liegt, gleich der Lebensdauer der Heiligen Himmel ist, haben diese Zahlen sicherlich eine bestimmte Bedeutung.
Jedoch, genauso wie sich die Lebensdauer des Menschen von 80000 Jahren auf 80 Jahre verkürzt hat, ist die Lebensdauer der Götter kürzer geworden. Deshalb müssen wir von diesen Ziffer eine beträchtlich Anzahl von Jahren subtrahieren.

Der Wahre Sieger Maitreya

Es gibt in chinesischen buddhistischen Texten eine Schilderung, daß der Wahre Sieger Maitreya 5.670.000.000 Jahre nach dem bedeutenden Ableben des Buddha aus dem Vierten Himmel herabsteigen wird, um die Menschen zu erretten. Die Ziffer 5.670.000.000 könnte richtig sein, aber wie Ihr aus der Lebensdauer im Vierten Himmel ersehen könnt, bedeutet dies keineswegs, daß er während all der ganzen Zeit im Nicht-Gleichgültigen Himmel verweilt. Natürlich ist Maitreya als Wahrer Sieger in der Lage, im Vierten Himmel solange zu bleiben, wie es ihm beliebt, wenn er es nur wünsche. Aber er ist ein großer Heiland. Er erlangt Geburten in vielen verschiedenen Sphären, um den dort lebenden Wesen die absolute Wahrheit zu lehren.

Die Lebensdauer in der Oberen Sphäre der Form

Die Lebensdauer in den Vier Heiligen Himmeln, dem der gewöhnlichen Genießer-Götter, der Abgeordneten-Götter und der Minister-Götter sowie im Großen Heiligen Himmel, beträgt ein Kalpa. Die der drei Himmel des Lichtes, des Lichtes, des matten Lichtes und des unermäßlichen Lichtes, beträgt 2 Kalpas. Die der vier Himmel der Schönheit, der Schönheit, der matten Schönheit und dem Völlig Schönen Himmel, beträgt 4 Kalpas und die der Sechs Himmel des Heiligen Gleichmutes, Himmel der Großen Belohnung, Himmel der Befreiung vom Raum, Himmel der Unverbrennbarkeit, Freudvollen und behaglichen Himmel, Himmel der Hervorbringung des Guten und Ewigen Himmel, beträgt 500 Kalpas.

Die Lebensdauer in der Oberen Sphäre der Formlosigkeit

Die Lebensdauer im Unendlichen Raum beträgt 20000 Kalpas; die der Unendlichkeit der Erkennung beträgt 40000 Kalpas; die des Nichtbesitzens 60000 Kalpas und die der Weder-Wahrnehmung-Noch-Nichtwahrnehmung soll unermäßlich lang sein.

Kalpa

Die Bedeutung des Wortes "Kalpa" soll an dieser Stelle erläutert werden. Ein Kalpa ist eine Zeitperiode, die mit der Erschaffung des Universums beginnt und mit der vollständigen Leere im Raum endet. Ein Kalpa beinhaltet vier Abschnitte: Erschaffung, Aufrechterhaltung, Auflösung und den Abschnitt des Nichts außer des Raumes (der Leere).

Die Lebensdauer in den Himmeln

Die Sphäre der Formlosigkeit
Weder-Wahrnehmung-Noch-Nichtwahrnehmungunermeßlich
Nichtsbesitzen60.000 Kalpas
Unendlichkeit der Erkennung40.000 Kalpas
Unendlicher Raum20.000 Kalpas


Die Sphäre der Form
Große Belohnung und Unbefleckten Bewohner500 Kalpas
Himmel der Schönheit4 Kalpas
Himmel der Lichtes2 Kalpas
Heilige Himmel1 Kalpa


Die Sphäre der Begierde
Der durch Vergnügen verdorbene Himmel
    Zufriedenstellen anderer mit geheimnisvollen Kräften9.216.000.000 Jahre
Freude an geheimnisvollen Schöpfungen2.304.000.000 Jahre
Der Nicht-Gieichgültige Himmel576.000.000 Jahre
Die Seelenwanderung kontrollierenden Zwillingsgötter144.000.000 Jahre
Himmel der Dreiunddreißig36.000.000 Jahre
Himmel der Vier Großen Könige9.000.000 Jahre
Der Himmel des verdorbenen Bewußtseins200-1.600 Jahre

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