TATHAGATA ABHIDAMMA
Das Immersiegende Gesetz der Wahren Sieger

Die Realität des Universums

Seelenwanderung und Wiedergeburt

Seelenwanderung

Die Seelenwanderung ist das Stadium, welches mit dem eigenen Tod anfängt und dem Hineingelangen in einem Mitterleib oder der Erlangung eines neuen Körpers als Himmels- oder Höllenwesen, einschließlich Bardo, dem Zwischenstadium, endet. Anders gesagt, sie ist der Prozeß der din.
Die vier Arten der Wiedergeburt

Ein Wesen kann auf vielerlei Weise wiedergeboren werden. Der erste Weg ist das Ausbrüten, aus dem Ei wiedergeboren zu werden. Vögel, wie zum Beispiel Hühner und Enten, und Reptilien sind in diese Kategorie eingebunden. Der zweite Weg sind die Lebengeburten aus der Gebärmutter, welcher Menschen, Tiere, niedere Geister und die Götter im Himmel des verdorbenen Bewußtseins betrifft. Der dritte ist der durch Wärme, welcher verschiedene Insektenarten einschließt. Der vierte aber ist die wunderbare Wiedergeburt. Ein Teil der Höllenwesen sowie die Götter des durch Vergnügen verdorbenen Himmels sind in diese Kategorie eingegriffen. Übrigens, so besagen Buddhistischen Texte, werden die Götter des durch Vergnügen verdorbenen Himmels von Lotusblüten geboren. Nach meiner Erfahrung jedoch steigen die Wesen, die im Himmel wiedergeboren werden, direkt zum Himmel auf, nachdem sie aus ihren physischen Körpern herausgeschlüpft sind. Danach leben sie als Götter in jenen Himmeln.

Bardo

Bardo, oft als "Zwischenstadium" übersetzt, ist ein tibetisches Wort, das "ein Abstand (Intervall) zwischen zwei Dingen" bedeutet. Ein Traum zum Beispiel ist ein Bardo zwischen Heute und Morgen; Samadhi ist ein Bardo zwischen Anfang und Ende der meditativen Sammlung und der Tod ist ein Bardo zwischen diesem und darauffolgendem Leben.
Das bedeutendste Bardo hier ist das Bardo des Todes, das in drei Phasen unterteilt werden kann: das Bardo der Oberen Sphäre der Formlosigkeit, das Bardo der Oberen Sphäre der Form und das Bardo der Unteren Sphäre der Form.

Das Bardo der Oberen Sphäre der Formlosigkeit

Im Bardo der Oberen Sphäre der Formlosigkeit können wir für drei bis dreieinhalb Tage nach unserem Tode ausruhen. Dieses Bardo ist die Natur des Geistes selbst. Dort gibt es nichts außer Licht und Raum. Jedoch ist der spirituelle Standart der neue lebende Japaner so gering, daß die meisten von ihnen diese drei bis dreieinhalb Tage Bardo nicht zu erfahren vermögen. Es wird sofort übergangen.

Das Bardo der friedfertigen Gottheiten

Darauf folgt das Bardo der friedfertigen Gottheiten der Oberen Sphäre der Form. Ob die Wesen dieses Bardo erfahren können oder nicht, hängt davon ab, wie oft sie in ihrem vorigen Leben die Wahren Lehren, besonders die des Theravada Buddhismus, praktiziert haben. Der Theravada Buddhismus ist die ursprüngliche Lehre von der Himmlischen Weisheit der Sakyas (Buddha Sakyamuni).
Das bedeutet jedoch nicht, daß jene, welche die Lehren anderer Religionen befolgen, unfähig sein, das Bardo der friedfertigen Gottheiten zu erfahren. Ein Teil der Theravada Lehren ist natürlich auch im Christentum, Judaism, Islam und anderen Religionen vorhanden. Deshalb besteht der springende Punkt darin, wie ernsthaft die Person die Vorschriften, Gebot befolgt bzw. wie oft die Person sich mit ihrem Praktizieren in Einklang mit der Wahrheit befand. Dieses Bardo dauert eine Woche an.

Das Bardo der zornigen Gottheiten

Das folgende Bardo ist das Bardo der zornigen Gottheiten der Oberen Sphäre der Form. Die, welche dieses Bardo erfahren, sind die Praktizierenden des Tantra oder Vajrayana Buddhismus. In Japan finden sich die Praktizierenden des Nenbutsu (Praktizierende der Lehre von Reinen Land) häufig in diesem Bardo nach dem Ableben wieder.

Das Bardo der Unteren Sphäre der Form

Sind die Bardos der Oberen Sphäre der Form abgelaufen, so erfährt man danach das Bardo der Unteren Sphäre der Form. Da die Untere Sphäre der Form sich auf der Rückseite der Sphäre der Begierde befindet, können alle Arten von Erfahrung, die mit der Sphäre der Begierde in Beziehung stehen, in diesem Bardo entstehen. Jene stehen in Beziehung zur Menschensphäre, zum Tierreich, zur Sphäre der niederen Geister, zu den Wesen in der Hölle oder sie beziehen sich auf die Götter im Himmel des verdorbenen Bewußtseins oder die Götter des durch Vergnügen verdorbenen Himmels. Alle Arten von Erfahrungen tauchen als Visionen und Erscheinungen auf. Wenn wir einer dieser Visionen bzw. Erscheinungen angezogen werden, so werden wir als Wesen in einer dieser Sphären geboren.

Karma

Das Wort, mit welchem wir bei der Betrachtung der Seelenwanderung vertraut sein müssen, ist das Wort Karma. Was ist Karma? Im allgemeinen japanischen Kontext wird es als untugendhafte Tat oder untugendhafte Wirkung verstanden, aber das ist nicht akkurat. Das Karma an sich ist weder tugendhaft noch untugendhaft. Es bedeutet einfach, wenn alle Bedingungen erfüllt sind, bringt die Ursache eine Wirkung hervor. Anders gesagt, eine tugendhafte Ursache bringt eine tugendhafte Wirkung zustande und eine untugendhafte Ursache eine untugendhafte Wirkung. Eine Ursache, die weder tugendhaft noch untugendhaft ist, führt eine Wirkung herbei, die weder tugendhaft noch untugendhaft ist. Solcher Art ist das Karma, das Gesetz von Ursache und Wirkung.

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